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Mein Zweitblog
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22.12.2010

Dornier "Wal"




Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h; Reisegew. 120 km/h; 440 kw BMW VI Triebwerk
Steiggeschwindigkeit: keine Angaben
Dienstgipfelhöhe: 3500 m
Spannweite: 27 m
Länge: 18,2 m
Gewicht: Leergewicht: 5.600 kg, max. Startgewicht: 10.000 kg
Einsatztyp: Mehrzweckflugzeug für 10-12 Passagiere
Einsatzdauer: 3.600 km
Anmerkungen: Das Flugboot "Wal" - eine der bekanntesten Dornier Konstruktionen - wurde in dem eigens dafür in Italien errichteten Zweigwerk nach dem Vorbild der Gs 1 ab 1921 für den Passagier- , Post- und Frachtverkehr sowie für milit. Zwecke entwickelt. Es konnte vom Katapult gestartet werden. Im Gegensatz zu ausländischen Flugzeugen der damaligen Zeit war die "Wal" ein Eindecker und vollständig aus Duralumin. Das Flugboot stellte zahlreiche Weltrekorde auf und wurde durch Forschungs- und Langstreckenflüge berühmt. So benutzten es Amundsen und Eilsworth für ihre Nordpolexpedition. Italiener flogen damit nach Island (1924), Spanier nach Südamerika (1925) und Uruguayer von Südamerika nach Afrika; v. Gronau flog 1930 mit einer "Wal" über Island nach den USA, 1931 nach Grönland und um die Welt. Die "Wal" beförderte von 1934 bis 1937 regelmäßig Post über den Südatlantik. Das Flugboot (J-Wal) flog erstmalig am 6.11.1922. In der Folgezeit wurden die Leistungen systematisch verbessert. Die erste Wal nahm eine Nutzmasse von nich ganz 1.000 kg auf, die Amundsen Wal 1924 von beinahe 4.400 kg. Die Wal wurde in vielen Ländern exportiert sowie in Japan, den Niederlanden, der Schweiz, in Spanien und den USA in Lizenz hergestellt. Es sind etwa 300 Flugzeuge dieses Typs mit über 20 vers. luft- und wassergekühlten Motortypen gebaut worden. Nach der Startmasse wurden die letzten Maschinen vom Typ Wal als 8-t- und 10-t- Wal bezeichnet. Als Militärversion hieß die 8-t-Wal ab 1933 Militär- Wal - 33 und später Do 16. Eine Weiterentwicklung war die Do 18. 1928 entstand die viermotorige Do R Superwal (14 t) für 20 Passagiere, die noch im gleichen Jahr 12 Weltrekorde aufstellte.

07.12.2010

Rohrbach RO X Romar





Rohrbach Riesen-Flugboot "RO X Romar" Travemunde ab 1928

Rohrbach interessierten Flugzeuge stärker und so ging er nach Friedrichshafen in die Zeppelin-Werke. Im I. Weltkrieg konstruierte er im Zweigbetrieb in Staaken sein erstes Flugzeug – einen Bomber. Seine Idee waren Ganzmetallflugzeuge, anders als die von Junkers. 1924 gründete er die „Rohrbach Metallflugzeugbau GmbH“ in Berlin-Wedding. In der Sprengelstraße wurde eine Werkhalle nach Plänen von Werner March, dem Schöpfer des Olympia-Stadions, errichtet. Um den Versailler Vertrag zu umgehen, gründete Rohrbach in Dänemark ein gleiches Werk für den Zusammenbau der Ganzmetallflugzeuge.

Die Flieger waren so konstruiert, dass sie auf dem Wasser starten und landen konnten – und nannten sich Flugboote. Das „Rohrbach-Riesen-Flugboot“ galt mit einer Flügelspannweite von 37 Metern als das größte der Welt.In den Rohrbach-Flugzeugwerken in Berlin geht nämlich das im Bau befindliche Verkehrs-Großflugboot „R o m a r", das eine Weiterentwicklung des Flugbootes „Rocco" ist, seiner Vollendung entgegen. Das neue Flugboot übertrifft die „Rocco" an Größe weil, hat fünf Mann Besatzung, bietet in einer eleganten Kabine zwölf Passagieren Raum und bat vorn und hinleu im Rumpf große Gepäck- und Frachträume. Drei BMW - VI a - Motore von je 800 PS verleihen ihm eine Reisegeschwindigkeit von 180 km und eine Maximalgeschwindigkeit von 200 km in der Stunde. Der gewaltige Bootskörper ist durch sieben Schotte mit wasserdicht schließenden Türen in acht Abteilungen geteilt, von denen zwei beliebig vollaufen können, ohne daß das Boot seine Schwimmfähigkeit irgendwie einbüßt. Das Gewicht der „Romar" mit Dienstfüllung beläuft sich auf 9300 kg, das größte mögliche Fluggewicht soll etwa 19 000 Kilogramm beiragen. Mit voller Last, Passagieren, Fracht und Brennstoff in den Flügeltanks hat das Flugboot eine größte Reichweite von etwa 4000 Kilonieter, die normal in rund 24 Stunden zurückgelegt werden können. Rohrbachs aufwendigen Konstruktionen konnten sich nicht durchsetzen. Das Flugboot „Romar“ war allerdings so attraktiv, dass Hitler 1932 mit diesem zu Wahlkämpfen in Deutschland unterwegs war.

Trotzdem stellte sich nach 1933 für Rohrbach kein Erfolg ein, und so übernahm ein Jahr später die Weser-Flugzeugbau GmbH in Bremerhaven das Werk in Berlin, Adolf Rohrbach wurde technischer Direktor und entwickelte nur noch das kleine Amphibien-Reiseflugzeug „We 271“.**