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Mein Zweitblog
http://cthulhu-ost-und-west-preussen.blogspot.com/
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18.12.2010

Spaziergang durch Bremen und Bremerhaven





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Schulschiff der Lloyd




Bremerhaven Marktplatz

Friedrich-Mißler-Hallen


Friedrich Missler 1858-1922 Auswanderungsvermittler


Auswanderer Hallen in Bremen



Fahrscheintasche ca 20er
wallet for passenger tickets
Bremen-Buenes Aires

1907 war die Geburtsstunde einer Einrichtung, die noch bis vor wenigen Jahren das architektonische Erscheinungsbild Findorffs mitprägte: die Friedrich-Mißler-Hallen eröffneten an der Hemmstraße /Walsroder Straße als Bremer Sammelpunkt für Auswanderer. Bremen hatte sich damals zum größten Auswandererhafen Deutschlands entwickelt, und vor allem unter der Schirmherrschaft des Norddeutschen Lloyds suchten jährlich weit über 200.000 vor allem aus Osteuropa stammende Menschen eine neue Heimat in Übersee.
Der Norddeutsche Lloyd gründete zusammen mit dem Bremer Kaufmann Friedrich Mißler die „Bremer Auswandererhallen", um den Auswandererstrom zu regulieren, Beratung und Betreuung, Unterkunft und Verpflegung bis zur langersehnten Schiffspassage zu gewährleisten. Diese Funktion behielten die „Mißler-Hallen", nachdem sie im 1.Weltkrieg vorübergehend als Lazarett dienten, bis zur Zeit des Nazi-Regimes. Dann wurde der Gebäudekomplex als Konzentrationslager für politische Häftlinge missbraucht, um im Zweiten Weltkrieg wieder als Lazarett zu dienen.

Die Inschrift auf der Tafel lautet: "Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen NEIN" (Kurt Tucholsky).

Nach dem Ende der Nazi-Diktatur wurde es schließlich zum „Krankenhaus Findorff" und erfüllte diese Funktion bis in die Achtziger Jahre. Eine Reformierung des Bremer Krankenhauswesens beendete diese Nutzung; 1986 kam es zum Abriss des Gebäudes. Der Nachfolgebau bietet heute vor allem betagten Findorfferinnen und Findorffern die Möglichkeit, in ihrem Stadtteil alt zu werden und selbständig zu bleiben - der Findorffer Wohnstift als Altenwohn- und Pflegeheim bietet hierfür die entsprechende Möglichkeit.

17.12.2010

die Bremen das Juwel der Norddeutschen Lloyd



Bremerhaven 1930


die Bremen im Hafen von New York



Siegel Reederei Norddeutscher Lloyd


Kapitän L. Ziegenbein 1929




Dampfer "Bremen" der Norddeutschen Loyd 1930

bei der Jungfernfahrt am 16.06.1929 erlangte sie schon das blaue Band
auf der Strecke Bremerhaven-New York
(mit vier Tagen, 17 Stunden und 42 Minuten)

Länge 283 m * Breite 31 m * Länge der Masten 74 m +

Durchmesser der Schornsteine 8,17 m

1016 Mann Besatzung

Telefunken-Übersee-Telefon

Alle Rettungsboote mit Seemotor und drahtloser Telegraphie




mehr infos zur Bremen auf

http://www.lostliners.de/schiffe/b/bremen/index.htm

und über Kapitän L. Ziegenbein hier

http://www.lostliners.de/kapitaene/u-z/index.htm

Gschichte der
Reederei Norddeutscher Lloyd

http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/277/uebern_fluss_uebers_meer_in_die_welt.html



Luftpostverkehr ab dem Dampfer Bremen

Die Schleuderflüge des Lloyddampfers Bremen bildet einen wichtigen Abschnitt in der Entwicklung

des Luftpostverkehrs.
Mit lebhaftem Interesse verfolgte die Öffentlichkeit des In- und Auslands den Bau des

Schnelldampfers Bremen.

Für den damaligen Stand der Technik war der Dampfer ein Wunderwerk der Schiffsbaukunst.

Die Indienststellung der "Bremen" erfolgte am 16.Juli 1929.
Um die Geschwindigkeit des Schiffes auch dem Postverkehr nutzbar zu machen wurden von der

Deutschen Reichspost auf der Bremen ein deutsch - amerikanischer Seeposten eingerichtet.

Da ein regelmässiger Luftpostverkehr nach Nordamerika in der damaligen Zeit aus technischen

Gründen noch nicht durchgeführt werden konnte, machte die Deutsche Reichspost zur grösseren Beschleunigung der

Postbeförderung zunächst von einer Zwischenlösung Gebrauch. In Zusammenarbeit

mit der Lufthansa und dem Norddeutschen Lloyd entschied sich die Deutsche Reichspost für die

Einrichtung von Schleuderflügen, d.h. Flugzeugkatapultstart von Bord des Dampfers:

Die Heinkel He12 D-1717 "New York" verlässt die Katapultanlage der Bremen

Ungefähr in der Mitte des Schiffes, zwischen den beiden Schornsteinen, wurde die Anlage aufgebaut.

Sie bestand aus einer 27 m langen Schienenbahn, die nach beiden Seiten des Schiffes schwenkbar war

und dem Wasserflugzeug die Möglichkeit gab, von seinem 25 m hohen Standpunkt gegen jede

Windrichtung zu starten. Auf der kurzen Startbahn war ein Startschlitten angebracht, auf dem das

Flugzeug ruhte. Der Startschlitten, der durch Pressluft in l,5 Sekunden 25 m nach vorn geschleudert wurde, gab den nötigen Antrieb,

sodass sich das Flugzeug mit eigener Motorenkraft in der Luft halten konnte.

Die Startgeschwindigkeit des Schlittens betrug 90 Stundenkilometer, während das Flugzeug selbst erst

einen Meter nach Verlassen der Startbahn eine Anfangsgeschwindigkeit von 110 km erhielt. Der

Schlitten wurde kurz vor Ende der Startbahn durch Abbremsen mit Pressluft angehalten.

Postflugzeug "D 1717“ im New Yorker Hafen an der Pier des Norddeutschen Lloyd in Brooklyn

Für den Dampfer "Bremen" war ein Heinkel-Schwimmerflugzeug (He 12) mit einem

Gesamtfluggewicht von 2600 bis 2800 kg geliefert worden. Es war mit einem amerikanischen

Pratt and Whitney-Hornet-Motor von 450 PS ausgerüstet und konnte ausser dem Flugzeugführer und

dem Bordfunker bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 190 km etwa 200 kg Post mitführen.

Für den ersten Katapultflug hatte der Norddeutsche Lloyd einen Stempel zur Verfügung gestellt,

der neben dem Sonderstempel der deutsch - amerikanischen Seepost abgedruckt werden sollte.



Am 22.Juli 1929 war ungefähr 180 Seemeilen vor New York der Tag gekommen,

an dem der erste Start des Flugzeuges von Bord erfolgen sollte. Mit insgesamt 6 Sack Post

wurde das Flugzeug beladen. Der Pilot, Flugkapitän von Studnitz von der Lufthansa,

und der Funker Kirchhoff, nahmen in der Maschine Platz. Als das Startzeichen gegeben wurde,

schoss das Flugzeug um l Uhr 5 Minuten mittags über die Bahn. Das riesige Schiff erbebte,

als die Pressluft zischend entwich. Noch bevor die Zuschauer recht begriffen hatten was vor sich

gegangen war, flog das Flugzeug über der atlantischen Dünung davon.

Nach einem störungsfreien Flug landete das Postflugzeug "D 1717“ im New Yorker Hafen an der

Pier des Norddeutschen Lloyd in Brooklyn. Nach 2 Stunden war die für New York-City bestimmte Luftpostsendung auf dem

Hauptpostamt in New York bereits verteilt und schon auf dem Weg zu den Empfängern.


Infos über den Luftpostverkehr die Bremen und vorallem eine sehr interesante Bio über Paul Weyres "Harley Legende" zu finden auf: