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Mein Zweitblog
http://cthulhu-ost-und-west-preussen.blogspot.com/
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04.01.2011

Unterwegs


Gizeh


Grundriss Tempelanlage





JR-7443 1920


F4329


J-831


Privater Nildampfer ca.1890


Hotel / Zelt 1920s


30.12.2010

Pillau / Badeort wie Marinestützpunkt

Königsberger Seekanal



Die Reichsregierung befürchtete in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg Unannehmlichkeiten für Fahrgäste, Post und Güter zwischen den beiden Reichsteilen auf dem Landweg durch Polen. Bei Sperrungen des Eisenbahn-Korridorverkehrs war der Seedienst Ostpreußen die einzige Verbindung der Exklave mit dem Deutschen Reich. Der Seedienst Ostpreußen wurde 1939 nach dem Angriff auf Polen eingestellt.

Der Seedienst Ostpreußen war eine „politische Schiffahrtslinie, die nie Gewinn erzielte und doch florierte.“ (Kurt Gerdau)

Route und Schiffe

Anfänglich wurde der Seedienst mit gecharterten Schiffen privater Reeder, wie zum Beispiel von Erich Haslinger betrieben, später wurden reichseigene Schiffe eingesetzt. Als erstes Schiff verließ am 30. Januar 1920 das ehemalige Minensuchboot Hörnum der HAPAG den Hafen von Swinemünde in Richtung Pillau. Mit der Helgoland setzte die HAPAG ein weiteres gleichartiges Dampfschiff ein. Die Stettiner Reederei Braeunlich beteiligte sich mit dem Dampfschiff Odin, der Norddeutsche Lloyd aus Bremen setzte ab Juni 1920 den Tender Gruessgott ein.

Zunächst verpflichteten sich HAPAG und Braeunlich zu wöchentlich vier Fahrten. Später verkehrten die Schiffe im Sommer täglich nach einem festen Fahrplan gegen Garantie für eine Mindestanzahl von Passagieren, im Winter vier- bis fünfmal pro Woche zwischen Pillau bzw. Zoppot und Swinemünde. Im Jahr 1927 wurde die Strecke nach Nord-Osten bis Klaipėda/Memel und 1930 bis zum lettischen Libau verlängert. Ab 1933 fuhren die Schiffe im Westen bis Lübeck-Travemünde und ab 1934 bis Kiel.

Die anfangs eingesetzten Schiffe erwiesen sich als ungeeignet für die lange Fahrtzeit von 15 Stunden zwischen Swinemünde und Pillau. Die zu kleinen und wenig komfortablen Schiffe konnten mangels Schlafkabinen nicht für Nachtfahrten eingesetzt werden. Das Reichsverkehrsministerium kaufte daher verschiedene Schiffe, die durch unterschiedliche Reedereien betrieben wurden: 1926 wurden die Preußen (Reederei Braeunlich) und die Hansestadt Danzig (Reederei Norddeutscher Lloyd in Bremen) in Dienst gestellt.



Eingang zur Zitadelle v. Pillau

Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges landete am 6. Juli 1626 der schwedische König Gustav Adolf mit einer Flotte von 37 Schiffen in Pillau, das anschließend von den Schweden zehn Jahre lang besetzt war. Sie bauten die schon vorhandenen Schanzen aus und errichteten die Festung Pillau. Während der Schwedenzeit vergrößerte sich der Ort, eine erste Kirche aus Holz wurde erbaut. Als 1635 die Schweden abzogen, baute der Große Kurfürst Pillau zum brandenburgischen Flottenstützpunkt aus. Dadurch wuchs die Bevölkerung erneut an, im Einzugsgebiet der Festung siedelten sich Lotsen, Händler und ehemalige Offiziere an.





Wappen Pillau


1732 landen auf insgesamt 66 Schiffen die vertriebenen Salzburger in Pillau, sie finden in Ostpreußen eine neue Heimat.
1839 flüchtet Richard Wagner auf dem Pillauer Segler Thetis nach London, muß aber wegen furchtbaren Sturmes einen Fjord als Nothafen anlaufen. (Anregung zum Matrosenlied im "Fliegenden Holländer".
1842 wird die Seebadeanstalt gebaut.
1865 wird die Eisenbahn Königsberg - Pillau eröffnet. Anschluß an das russische Eisenbahnnetz erhöht den Verkehr. Der Staat hat 1864 (von der Königsberger Kaufmannschaft) die Verwaltung des Hafens übernommen. Die Nordmole wird 1883, die Südmole 1887 fertiggestellt. Der 26ha große Vorhafen wird in das Haff hinein vorgeschoben. Es wird ein besonderer Petroleumhafen angelegt.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts brachte die Industrialisierung neuen Aufschwung für die Stadt. Die in Pillau niedergelassenen Reeder verfügten 1848 über acht Handelsschiffe ( zum vergleich Danzig hatte in diesem Jahr 104 Handelsschiffe) Eine Eisenbahnlinie verband die Stadt ab 1865 mit Königsberg (60km), der Hafen wurde erheblich erweitert. Durch den Bau einer großen Kaserne wurde der Marinestandort weiter aufgewertet. Zu Beginn des 20. Jahrhundert wurde bei Pillau der Königsberger Seekanal durch das Haff fertiggestellt, der auch im Winter offengehalten werden konnte. Dadurch blieben fortan die Häfen Königsberg, Elbing und Braunsberg das ganze Jahr in Betrieb. Nach der Eingemeindung Alt-Pillaus und der Festung Pillau in die Stadt im Jahre 1902 wuchs die Bevölkerungszahl aufüber 7.000 an.




1880 Die Segelregatten, die seit 1869 vom Segelclub "Rhe" nur vereinzelt stattfanden, werden seit 1880 regelmäßig vor Pillau abgehalten.
1904 wird die Infanteriekaserne gebaut, sie wird später Kaserne der V. Marine-Artillerie-Abtlg.
1914 werden mehrere Küstenbatterien gebaut und die Artilleriekaserne fertiggestellt. Die auf dem Schwalbenberg (1806) erbaute Landmarke wird unötigerweise(was war da wohl los??) gesprengt. Kreuzer "Pillau" macht viele Fahrten nach England und auch die Seeschlacht am Skagerak mit, nach dem Kriege nach Italien ausgeliefert, fährt der unter dem Namen "Bari" in der ital. Marine.
1920 Zur Volksabstimmung in Masuren kommen im Juli insgesamt 91000 Abstimmungsberechtigte über See durch Pillau, auf der Rückreise sind es noch einmal 50000. Des Korridors wegen wird ein Schnelldampfverkehr über Danzig - Swinemünde eingerichtet.
1921 wird Pillau wieder Marinestandort.

Trotz der Marine, Festung und Kriegswirren, war Pillau aber immer, auch ein sehr beliebtes Ausflugsziel, und Badeort der Königsberger Bevölkerung.


Pillau Wiki
http://de.wikipedia.org/wiki/Baltisk
Zeittafel Pillau
http://www.kreis-fischhausen.de/index.html?pillau/zeittafel.htm
Swinemünde Usedom
http://de.wikipedia.org/wiki/Swinem%C3%BCnde
Danzig
http://de.wikipedia.org/wiki/Danzig

18.12.2010

Spaziergang durch Bremen und Bremerhaven





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Schulschiff der Lloyd




Bremerhaven Marktplatz


Karte der Dännischen Südsee

Friedrich-Mißler-Hallen


Friedrich Missler 1858-1922 Auswanderungsvermittler


Auswanderer Hallen in Bremen



Fahrscheintasche ca 20er
wallet for passenger tickets
Bremen-Buenes Aires

1907 war die Geburtsstunde einer Einrichtung, die noch bis vor wenigen Jahren das architektonische Erscheinungsbild Findorffs mitprägte: die Friedrich-Mißler-Hallen eröffneten an der Hemmstraße /Walsroder Straße als Bremer Sammelpunkt für Auswanderer. Bremen hatte sich damals zum größten Auswandererhafen Deutschlands entwickelt, und vor allem unter der Schirmherrschaft des Norddeutschen Lloyds suchten jährlich weit über 200.000 vor allem aus Osteuropa stammende Menschen eine neue Heimat in Übersee.
Der Norddeutsche Lloyd gründete zusammen mit dem Bremer Kaufmann Friedrich Mißler die „Bremer Auswandererhallen", um den Auswandererstrom zu regulieren, Beratung und Betreuung, Unterkunft und Verpflegung bis zur langersehnten Schiffspassage zu gewährleisten. Diese Funktion behielten die „Mißler-Hallen", nachdem sie im 1.Weltkrieg vorübergehend als Lazarett dienten, bis zur Zeit des Nazi-Regimes. Dann wurde der Gebäudekomplex als Konzentrationslager für politische Häftlinge missbraucht, um im Zweiten Weltkrieg wieder als Lazarett zu dienen.

Die Inschrift auf der Tafel lautet: "Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen NEIN" (Kurt Tucholsky).

Nach dem Ende der Nazi-Diktatur wurde es schließlich zum „Krankenhaus Findorff" und erfüllte diese Funktion bis in die Achtziger Jahre. Eine Reformierung des Bremer Krankenhauswesens beendete diese Nutzung; 1986 kam es zum Abriss des Gebäudes. Der Nachfolgebau bietet heute vor allem betagten Findorfferinnen und Findorffern die Möglichkeit, in ihrem Stadtteil alt zu werden und selbständig zu bleiben - der Findorffer Wohnstift als Altenwohn- und Pflegeheim bietet hierfür die entsprechende Möglichkeit.

17.12.2010

die Bremen das Juwel der Norddeutschen Lloyd



Bremerhaven 1930


die Bremen im Hafen von New York



Siegel Reederei Norddeutscher Lloyd


Kapitän L. Ziegenbein 1929




Dampfer "Bremen" der Norddeutschen Loyd 1930

bei der Jungfernfahrt am 16.06.1929 erlangte sie schon das blaue Band
auf der Strecke Bremerhaven-New York
(mit vier Tagen, 17 Stunden und 42 Minuten)

Länge 283 m * Breite 31 m * Länge der Masten 74 m +

Durchmesser der Schornsteine 8,17 m

1016 Mann Besatzung

Telefunken-Übersee-Telefon

Alle Rettungsboote mit Seemotor und drahtloser Telegraphie




mehr infos zur Bremen auf

http://www.lostliners.de/schiffe/b/bremen/index.htm

und über Kapitän L. Ziegenbein hier

http://www.lostliners.de/kapitaene/u-z/index.htm

Gschichte der
Reederei Norddeutscher Lloyd

http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/277/uebern_fluss_uebers_meer_in_die_welt.html



Luftpostverkehr ab dem Dampfer Bremen

Die Schleuderflüge des Lloyddampfers Bremen bildet einen wichtigen Abschnitt in der Entwicklung

des Luftpostverkehrs.
Mit lebhaftem Interesse verfolgte die Öffentlichkeit des In- und Auslands den Bau des

Schnelldampfers Bremen.

Für den damaligen Stand der Technik war der Dampfer ein Wunderwerk der Schiffsbaukunst.

Die Indienststellung der "Bremen" erfolgte am 16.Juli 1929.
Um die Geschwindigkeit des Schiffes auch dem Postverkehr nutzbar zu machen wurden von der

Deutschen Reichspost auf der Bremen ein deutsch - amerikanischer Seeposten eingerichtet.

Da ein regelmässiger Luftpostverkehr nach Nordamerika in der damaligen Zeit aus technischen

Gründen noch nicht durchgeführt werden konnte, machte die Deutsche Reichspost zur grösseren Beschleunigung der

Postbeförderung zunächst von einer Zwischenlösung Gebrauch. In Zusammenarbeit

mit der Lufthansa und dem Norddeutschen Lloyd entschied sich die Deutsche Reichspost für die

Einrichtung von Schleuderflügen, d.h. Flugzeugkatapultstart von Bord des Dampfers:

Die Heinkel He12 D-1717 "New York" verlässt die Katapultanlage der Bremen

Ungefähr in der Mitte des Schiffes, zwischen den beiden Schornsteinen, wurde die Anlage aufgebaut.

Sie bestand aus einer 27 m langen Schienenbahn, die nach beiden Seiten des Schiffes schwenkbar war

und dem Wasserflugzeug die Möglichkeit gab, von seinem 25 m hohen Standpunkt gegen jede

Windrichtung zu starten. Auf der kurzen Startbahn war ein Startschlitten angebracht, auf dem das

Flugzeug ruhte. Der Startschlitten, der durch Pressluft in l,5 Sekunden 25 m nach vorn geschleudert wurde, gab den nötigen Antrieb,

sodass sich das Flugzeug mit eigener Motorenkraft in der Luft halten konnte.

Die Startgeschwindigkeit des Schlittens betrug 90 Stundenkilometer, während das Flugzeug selbst erst

einen Meter nach Verlassen der Startbahn eine Anfangsgeschwindigkeit von 110 km erhielt. Der

Schlitten wurde kurz vor Ende der Startbahn durch Abbremsen mit Pressluft angehalten.

Postflugzeug "D 1717“ im New Yorker Hafen an der Pier des Norddeutschen Lloyd in Brooklyn

Für den Dampfer "Bremen" war ein Heinkel-Schwimmerflugzeug (He 12) mit einem

Gesamtfluggewicht von 2600 bis 2800 kg geliefert worden. Es war mit einem amerikanischen

Pratt and Whitney-Hornet-Motor von 450 PS ausgerüstet und konnte ausser dem Flugzeugführer und

dem Bordfunker bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 190 km etwa 200 kg Post mitführen.

Für den ersten Katapultflug hatte der Norddeutsche Lloyd einen Stempel zur Verfügung gestellt,

der neben dem Sonderstempel der deutsch - amerikanischen Seepost abgedruckt werden sollte.



Am 22.Juli 1929 war ungefähr 180 Seemeilen vor New York der Tag gekommen,

an dem der erste Start des Flugzeuges von Bord erfolgen sollte. Mit insgesamt 6 Sack Post

wurde das Flugzeug beladen. Der Pilot, Flugkapitän von Studnitz von der Lufthansa,

und der Funker Kirchhoff, nahmen in der Maschine Platz. Als das Startzeichen gegeben wurde,

schoss das Flugzeug um l Uhr 5 Minuten mittags über die Bahn. Das riesige Schiff erbebte,

als die Pressluft zischend entwich. Noch bevor die Zuschauer recht begriffen hatten was vor sich

gegangen war, flog das Flugzeug über der atlantischen Dünung davon.

Nach einem störungsfreien Flug landete das Postflugzeug "D 1717“ im New Yorker Hafen an der

Pier des Norddeutschen Lloyd in Brooklyn. Nach 2 Stunden war die für New York-City bestimmte Luftpostsendung auf dem

Hauptpostamt in New York bereits verteilt und schon auf dem Weg zu den Empfängern.


Infos über den Luftpostverkehr die Bremen und vorallem eine sehr interesante Bio über Paul Weyres "Harley Legende" zu finden auf: